Es ist kein Geheimnis, dass ich im letzten Jahr sehr mit meiner Haut zu kämpfen hatte. Ich habe mich hier bereits ausführlich darüber aufgeregt und schneide das Thema nur kurz nochmal an: Ich habe die Pille abgesetzt und meine Haut ist (für meine Verhältnisse) komplett eskaliert. Ich hatte sicherlich keine Akne und möchte mir nicht ausmalen, was für ein Horror es ist täglich mit Aknehaut zu kämpfen zu haben…Trotzdem war es für jemanden, der immer reine Haut hatte und nie Foundation tragen musste, sehr schwer. Ich habe wirklich so unfassbar viele Produkte ausprobiert und gefühlt hat nichts geholfen. Ich konnte tun und machen was ich wollte, meine Haut hatte keine Lust besser zu werden.

Bye, bye Milch

Im November 2018 habe ich dann anfangen mich mit meiner Ernährung auseinander zu setzen und zu hinterfragen, was da meine Haut verschlechtern könnte. Ich habe noch nie sonderlich “schlecht” gegessen, koche schon immer frisch und esse kaum Süßigkeiten. Ich hatte allerdings ein Laster: Milch. Wie ihr wisst, liebe ich Kaffee und wenn ich am Tag drei große Kaffee mit Milch getrunken habe, kam ich am Tag ganz easy auf mindestens einen halben Liter Milch. 500ml Kuhmilch, die eigentlich nicht für Menschen gedacht ist. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, bekomme ich ein bisschen Gänsehaut. Wieso trinken wir Milch, die eigentlich für eine Babykuh gemacht ist? Es ist schon ein bisschen abartig. Trotzdem hat es mir geschmeckt. Ich habe mich damals dann ein bisschen in die Thematik eingelesen und schnell gemerkt, dass die Milch meine Pickel und Unreinheiten verschlimmert. Die Molkeproteine in der Milch, steigern den Insulinspiegel und Insulin erhöht die Androgen-Produktion (männliche Hormone) und damit die Talgproduktion. Außerdem hat Insulin an mehreren Fronten einen gravierenden Einfluss auf die Entstehung von Akne. Es wird für die Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen verantwortlich gemacht. Ich habe damals einfach mal probeweise die Milch in meinem Kaffee, durch eine Alternative ersetzt und hatte schon am nächsten Tag weniger Rötungen im Gesicht. Mir schmeckt Hafermilch am besten in meinem Kaffee und trinke seit gut zwei Monaten, ohne Ausnahmen, keine Kuhmilch mehr. Am Anfang ist mir die Umstellung schwer gefallen, weil ich Kuhmilch im Kaffee einfach am leckersten fand, habe aber schnell gemerkt, dass alles nur eine Gewöhnungssache ist. Mittlerweile schmeckt mir mein Hafermilchkaffee genau so gut.

Die richtige Pflege

Ein großer Fehler, den ich direkt zu Beginn meiner Unreinheiten gemacht habe war, meine plötzlich fettige Haut “zu bestrafen” und ihr Feuchtigkeit zu entziehen. Ich dachte, dass ich meiner Haut etwas Gutes tue, indem ich sie einfach so wenig wie möglich behandle. Falsch! Haut, die zu Unreinheiten neigt und deshalb eine verstärkte Talgproduktion hat, braucht fast noch mehr Pflege und Feuchtigkeit, als trockene. Entzieht man der Haut die Feuchtigkeitsquelle, wird die Talgproduktion nur noch mehr angeregt = mehr Pickel. Pflegen ist also wichtig – nur eben richtig. Ich reinige die Haut morgens und abends und trage dann jeweils eine Feuchtigkeitscreme auf. Abends auch gerne mal reichhaltiger, verwendet aber generell bei fettiger Haut eher leichte Produkte, wie Gels und Seren.

Meine persönliche Revolution

Meine Pflegerevolution ist erst vor rund 3 Wochen bei mir eingezogen: The Ordinary. Ich habe schon viel von den Produkten gelesen, mich aber nie an eine chemische Marke herangetraut. The Ordinary ist eine sich entwickelnde Sammlung von Behandlungsformen, die vertraute und effektive klinische Technologien verwenden, um Preis- und Kommunikationszuverlässigkeit in dem Bereich der Hautpflege zu verbessern. Die Welt von The Ordinary ist groß und ich musste mich erstmal ein bisschen einlesen, bzw. YouTube Reviews schauen, um herauszufinden welche Rezepturen zu meinem Problem passen. Auf der Website ist alles sehr gut erklärt und dort findet ihr auch einen Leitfaden mit den Produkten für euer Hautbild. Da ich meine Unreinheiten und Pickelmale bekämpfen wollte, habe ich mich für folgende Kombination entschieden:

PM (abends)

Salicylic Acid 2% Solution

Außerdem benutze ich morgens nach dem Niacinamide noch den Natural Moisturizing Factors + HA als Tagespflege. Ihr könnt die Routine auch ändern und morgens den Salicylic Acid nehmen, dann solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr eine Tagespflege mit UV Schutz darüber legt, da er auf Sonnenlicht reagiert. Die Produkte von The Ordinary sind übrigens alle frei von Parabenen, Sulfaten, Mineralöl, Chlormethylisothiazolinon, Methylisothiazolinon, tierischen Ölen, Benzalkoniumchlorid, Teerfarben, Formaldehyd, Quecksilber und Oxybenzon. Außerdem sind die alle Produkte tierversuchsfrei!

Ich muss wirklich sagen, dass die Produkte meine Skincare revolutioniert haben. Ich bekomme kaum noch Unreinheiten und meine lästigen Pickelmale verschwinden nach und nach. Ich kenne wirklich niemanden, der schlechte Erfahrungen damit gemacht hat. Auf verschiedenen Rezessionsseiten finden sich immer wieder Stimmen, die behaupten, dass die Produkte die Haut anfangs verschlechtert haben, das scheint aber (bei manchen) normal zu sein und nach längerer Anwendung wirken die Produkte dann auch da.

Meine Haut ist noch nicht wieder an dem Punkt, an dem ich sie gerne hätte, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich hoffe, dass euch der Artikel ein bisschen weiterhelfen kann und vielleicht versucht ihr auch mal auf Milch zu verzichten und schaut, wie eure Haut sich verändert. Und vielleicht sind die The Ordinary Produkte ja auch was für euch.

3 Kommentare

  1. März 8, 2019 / 2:21 pm

    Liebe Jana,
    schöner Beitrag! Ich selbst hatte lange sehr unreine Haut, eigentlich auch schon Akne, sodass mir leider nur der Gang zum Hautarzt geholfen hat. Die aggressive Behandlung hat aus meiner fettigen Haut eine Mischhaut gemacht. Ich habe kaum noch Unreinheiten, dafür aber leider sowohl fettige als auch trockene Stellen, was auch nicht so super ist. Aber naja, ich hab’s unter Kontrolle.
    Liebe Grüße
    Ruth

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  2. Karla
    März 11, 2019 / 9:23 am

    Hallo Jana,
    sehr interessanter Post! Ich versuche auch seit einigen Wochen, weniger Milchprodukte zu mir zu nehmen, und bis auf Käse gelingt mir das auch recht gut (auch wenn ich richtigen Naturjogjurt oder Quark nach wie vor vermisse).
    Die Produkte von the Ordinary benutze ich selbst sehr gerne, ich kann dir auch noch die aha/bha Peeling Solution ans Herz legen (natürlich anfangs sehr dünn und nur für eine kurze Zeit auftragen, um zu schauen, wie die Haut reagiert), danach strahlt die Haut so unglaublich! Als Feuchtigkeitspflege für abends benutze ich sehr gerne das Marula Öl, selbst meine leicht fettige und unreine Haut kommt damit super klar.
    Liebe Grüße!

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  3. März 11, 2019 / 11:42 am

    I FEEL YOU, aber das weißt du ja! Hab mir jetzt tatsächlich von meinem Arzt was verschreiben lassen, weil ich die unreine Haut trotz Wiedereinnahme von Hormonen nicht mehr wegbekommen hab. Ich hab doch tatsächlich nen leichten Grad an Akne – AKNE – mit 26 thaaaanks!
    Das mit der Milch war ‘ne gute Entscheidung! Hab damit tatsächlich schon im Sommer 2017 angefangen und seither ist es schon viel, viel besser. Auch die Probleme mit dem Magen, die ich oft nach Milchprodukten hatte, sind besser geworden. Und selbst wenns im Cafè mal keine Sojamilch gibt, was zwischenzeitlich ja schon zur Seltenheit geworden ist, ist es immer noch besser laktosefreie Milch zu trinken. Eigentlich – sind wir mal ehrlich – darf man doch heute fast gar nix mehr konsumieren, was sich nicht irgendwie schlecht auf den Körper auswirkt…

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