Ich halte nicht viel von Neujahrsvorsätzen. Wieso muss erst ein neues Jahr beginnen, dass Menschen etwas in ihrem Leben ändern wollen? Wer etwas ändern möchte, soll es sofort machen. Ob am 1.1., am 25.5. oder am 3.11. – seid ihr unzufrieden mit eurem Leben, dann nehmt euer Schicksal in die Hand und versucht es besser zu machen. Immer. Und eben weil ich diese Meinung vertrete, gibt es heute keine typisches “Mehr Sport, weniger Essen” oder “New Year, New Me”-Gelaber, sondern meine Pläne fürs kommende Jahr. Wo will ich hin? Worauf lege ich dieses Jahr mehr wert? Was soll sich verändern?


Mehr entspannen

In meinen Entwürfen liegt seit Wochen ein seeehr persönlicher Text, den ich bisher noch nicht veröffentlichen wollte. Ich fand keinen passenden Moment und irgendwie ist er doch sehr intim. Es geht darin um mich und um meinen Zwang über alles die Kontrolle haben zu müssen. Auch im Jahresrückblick habe ich angesprochen, dass es mir sehr schwer fällt mal abzuschalten und das Leben einfach auf mich zukommen zu lassen. Meinem eigenen Timing zu vertrauen. Das will ich 2018 lernen. Ich will lernen, wie man entspannt. Klingt banal, ich weiß. Ich bin eigentlich ein sehr gelassener Mensch, der nicht sehr leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Trotzdem versuche ich unbewusst immer alles zu lenken und zu beeinflussen. Wisst ihr wie schwer es mir fällt, mal ein paar Sekunden abzuschalten und über nichts nachzudenken? Das soll sich ändern. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber ich versuche den kleinen Krieg, den ich manchmal gegen mein Gehirn und meinen Kopf führe, zu gewinnen. Drückt mir die Daumen!

Weniger To-Do, und mehr Want-To-Do

Gerade im letzten halben Jahr habe ich es mit den To-Dos ziemlich übertrieben. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es Listen zu schreiben und zu planen, aber irgendwie möchte ich meine Tage nicht von sowas abhängig machen. Es gab Tage, da habe ich ALLES strengstens durchgeplant und mir sogar aufgeschrieben, dass ich Koffer packen müsste (als ob jemals jemand ohne Koffer wegfährt, wenn er weiß, dass es für einige Tage nicht Zuhause ist…). Davon will ich Abstand nehmen. In meinen letzten zwei Wochen in der Heimat hat das auch schon sehr gut geklappt. Mein Terminplaner wurde absichtlich in Köln gelassen und auch meine Handynotizen habe ich kaum geöffnet. Wichtig Termine werden nach wie vor notiert, aber mein Tag soll auch mal spontan gestaltet werden und nicht von “Muss zur Post!” bestimmt werden.

Die Welt sehen

Das klingt so abgedroschen, ist aber leider wahr. Ich will in diesem Jahr mehr reisen. Es gibt noch so viele Orte und Kontinente, die ich sehen will. Sobald ich meine Bachelorarbeit abgegeben habe, möchte ich nach Thailand. Wenn alles klappt wäre das schon in einem Monat, weshalb ich jeden Tag recherchiere und die Flugpreise im Auge behalte. War jemand von euch (weiblich) schon alleine in Thailand? Ich möchte dieses Jahr nämlich auch endlich mal alleine wegfahren und finde die Gelegenheit mehr als perfekt. Noch bin ich jung und durch meinen Job habe ich so viele Möglichkeiten: Wieso zur Hölle sollte ich die Chance nicht nutzen und 2018 noch mehr von der Welt sehen? In 10 Jahren kann ich das vielleicht nicht mehr. Aktuell gibt es nur mich, ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen: Why the hell not?!

Mit YouTube anfangen

Die Idee hat sich schon seit einigen Monaten in meinem Kopf festgesetzt. Wegen dem Studium und dem Blog, wäre es aber bisher einfach zu viel gewesen. Nun endet mein Studium bald und ich hätte Zeit und Lust mich für einen gewissen Zeitraum nur auf das zu konzentrieren, was ich liebe: Bloggen und die Kamera in die Hand nehmen. Wieso also nicht auch auf YouTube? Ich weiß wie viel Arbeit das ist, ich fordere mich aber auch einfach zu gerne selbst heraus, um es nicht zu tun. Gerade das Vloggen finde ich so cool und würde auch gerne für mich selbst, vieles auch mal in Videoform aufnehmen. Und wenn es dann noch ein paar Menschen gut finden würden – perfekt.

Mich noch besser kennenlernen

2017 habe ich schon einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht: Mehr auf mich gehört und weniger auf andere. Ich habe mich von Menschen und Dingen distanziert, die mich gebremst und nicht weitergebracht haben. Ich hatte endlich mal keinen Kerl in meinem Leben, der mich ablenken konnte und so noch viel mehr zu mir selbst gefunden. 2018 möchte ich mich noch besser kennenlernen. Wir entwickeln uns immer weiter und ein Mensch ist, meiner Meinung nach, nie vollständig bei sich angekommen. Es ist eine lebenslange Reise, die jeder mit Freude bestreiten sollte. Und darauf freue ich mich. Auf mich zu hören. Nur das zu tun, was ich selbst von mir verlange. Mir keine Dinge einreden zu lassen und nicht an mir selbst zu zweifeln, wo es keinen Grund gibt. Man lernt sich nur dann kennen, wenn man auch mal alleine ist. Und alleine sein ist toll, wirklich.

Mein Studium beenden

Auch das steht an: Das Ende meines Studiums. Und ich bin so unheimlich froh. Mein Studium hat mir neue Freunde beschert, ein neues Leben gezeigt, mir vor allem eine Konstante in meinem Leben gegeben. Aber jetzt ist es an der Zeit damit abzuschließen. Meine Bachelorarbeit wird ab morgen fortgesetzt und wenn die ganzen organisatorischen Dinge, mit denen man sich an der UzK rumschlagen muss, erledigt sind, bin ich hoffentlich Ende Januar fertig. Dann warte ich auf meine Note und sage: Tschüss Uni, Tschüss Köln.

In eine neue Stadt ziehen

Köln war die perfekt Stadt um mir zu zeigen, dass das Leben in einer Kleinstadt nichts für mich ist. Nicht mehr jedenfalls. Ich liebe die Möglichkeiten, die mir eine Großstadt gibt. Köln hat mich verändert und mich stärker gemacht. Sicher ist es auch das Alter, aber Köln hat trotzdem einen großen Teil dazu beigetragen – und das werde ich nie vergessen. Trotzdem möchte ich mit dem Ende meines Studiums auch meine Zeit in Köln abschließen und mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen. Hamburg ist noch immer mein Endziel für dieses Jahr. Vielleicht lege ich noch einen Zwischenstopp in einem anderen Land (woooohin denn nur?!) ein, möchte dann aber die nächste deutsche Großstadt für ein paar Jahre erkunden und endlich eine neue Wohnung einrichten!

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4 Kommentare

  1. Jenny
    Januar 2, 2018 / 6:42 pm

    Als ob du mir in den Kopf geschaut hättest, liebe Jana….mein Wunsch für das neue Jahr sieht nämlich ganz ähnlich aus. Ich freue mich schon darauf, dir bei der Umsetzung über die Schulter zu schauen.

    Liebe Grüße

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  2. Januar 2, 2018 / 9:59 pm

    Schöner „Ausblick“ und gute Ziele, die du dir da gesteckt hast! 🙂

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  3. Januar 3, 2018 / 12:31 pm

    Das klingt alles cool und aufregend:) Ich habe 2018 auch direkt mit einer großen Reise gestartet, die ich mir schon ewig gewünscht habe und bin jetzt gerade in Sydney 🙂

    Liebe Grüße,

    Arunika von quarterlife.blog

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  4. Lara
    Januar 4, 2018 / 7:30 am

    Ach Jana, super schön geschrieben und ich stimme dir in so vielen zu! So geht es mir auch; mehr an sich denken, mehr abschalten , mehr von dem machen, was einem Spaß macht!

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