Nachdem mein Thailand Travelguide so gut bei euch ankam, folgt auch direkt schon der nächste für Amsterdam. Ich war das erste Mal in Amsterdam und bin ganz verzaubert von dieser wunderschönen Stadt. Was ich sehr entspannt finde ist, dass es in Amsterdam nicht DIE Sehenswürdigkeit gibt, wie zB. in Paris den Eiffelturm. Vielmehr ist die gesamte Stadt eine kleine Sehenswürdigkeit, von der man sich am besten einfach treiben lässt. Sonja und ich hatten eigentlich nichts auf unserer “Must-See”-Liste, sodass unser Trip jeden Tag ganz spontan gestaltet werden konnte. Meistens sind Städtetrips ja sehr anstrengend und dieses “Unorganisierte” war wirklich mal eine schöne Abwechslung. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach drauf los zu marschieren und sich von den Straßen, Geschäften und Grachten treiben zu lassen. Das istunheimlich entspannend!

How to: Anreise

Wir waren vier Tage in Amsterdam und sind mit dem Auto angereist. Die Hinfahrt von Köln dauert nur 2 1/2 Stunden und wir haben das Auto in einem Park&Ride Parkhaus außerhalb von Amsterdam abgestellt. Falls ihr das auch plant, dann schaut euch vorher die ganzen Regeln an – es ist ziemlich verwirrend und wir hatten ziemliche Panik, dass wir am Ende unseres Trips doch mehr als geplant zahlen müssen. Ihr findet dazu im Internet aber genügend Anleitungen, die ihr einfach befolgt. Nachdem wir das Auto erfolgreich abgestellt hatten, ging es mit der Metro in die Innenstadt von Amsterdam. Unser erstes Hotel war in Zuid und ein bisschen außerhalb vom Trubel. Da wir wussten, dass das zweite Hotel mitten im Zentrum liegt, haben wir uns nur für den ersten Tag ein Tagesticket für die Bahnen gekauft, mit dem wir innerhalb von Amsterdam fahren konnten. Die restlichen drei Tage sind wir alles gelaufen und hatten am Abend immer eine Bilanz von 12-13 gelaufenen Kilometern – es kam uns allerdings nie so lange vor.

Foodlocations:

Die wohl beliebteste Kategorie: Essen. In Amsterdam findet ihr an jeder Ecke ein schönes Café, in dem ihr lecker frühstücken könnt. “Leider” hatten Sonja und ich immer Frühstück im Hotel, weshalb diese Spots schon mal wegfielen – aber man kann ja auch nachmittags in ein Café gehen und sich ein Stück Kuchen gönnen.

Pluk

Als ich euch auf Instagram nach Tipps gefragt habe, hat mir so gut wie jeder dieses Café empfohlen – und das absolut zurecht! Das gesamte Café ist ein kleiner Instagramtraum. Es gibt zwei Lokale die gerade mal ein paar hundert Meter auseinander liegen. Ich habe im Pluk mit Abstand den leckersten Kuchen seit Ewigkeiten gegessen: Red Velvet Cake mit frischen Beeren und unheimlich leckerem Frosting. Der Kaffee ist ebenfalls ausgezeichnet, die Bedienungen super nett und hipp und das Beste: Ihr könnt nach dem Kaffee direkt die Treppen runter und Interior shoppen. Das Café ist wirklich ein wahrgewordener Blogger-Traum und war definitiv unser kulinarisches Highlight.

The Butcher

Obwohl es im Zentrum sehr viele Frühstücksspots gibt, war es ziemlich schwer ein Restaurant fürs Abendessen zu finden. Da wir ja immer alles zu Fuß erledigt haben, waren wir da nicht sonderlich flexibel. Am ersten Abend sind wir allerdings fündig geworden und spontan zu “The Butcher” gegangen. Der Burgerladen erinnert wirklich stark an eine Metzgerei, sieht aber sehr stylisch und cool aus. Wir haben je einen Cheeseburger & Fritten bestellt und waren total begeistert. Ich bin ziemlich wählerisch was gute Burger angeht, aber der Cheeseburger war wirklich einer der besten Burger ever. Das Essen dauert nicht lange und ihr könnt es euch auch mitnehmen.

Albert Hejin

Das ist kein Foodspot im klassischen Sinne, aber trotzdem unbedingt zu erwähnen. Ich habe ein Faible für ausländische Supermärkte und raste regelmäßig in England wegen Waitrose etc. aus. In Amsterdam ging es mir da ähnlich mit Albert Heijn. Nachdem wir abends nicht wirklich Restaurants gefunden hatten, entschlossen wir uns dazu, im Supermarkt einige Snacks mitzunehmen und gemütlich auf dem Hotelzimmer zu essen. Beste Entscheidung! Bei Albert Heijn gibt es wirklich ALLES. Wieso können Supermärkte in Deutschland nicht so sein?

Da ich noch viele andere Tipps bekommen habe, die wir nicht mehr testen konnte, schreibe ich euch mal die Empfehlungen auf:

  • The Pancake Bakery
  • Manneken Pis (Pommes)
  • Foodhallen
  • Bakers & Roasters
  • IJscuypje (Eis)

Shopping:

Dille & Kamille

Ein sehr schöner Laden, in dem man so gut wie alles kaufen kann: Duftkerzen, Tee, Geschirr, Gewürze und und und. Alles ist sehr schlicht gehalten, es gibt viele Holzwaren und unaufgeregte Designs. Der Laden ist perfekt für alle, die es minimalistisch mögen. Ich habe mir dort eine Duftkerze mitgenommen, hätte natürlich aber noch viel mehr kaufen können – wenn ich es mir nicht schon vorher verboten hätte, haha.

Kwantum

Nicht wirklich in Amsterdam direkt, aber unbedingt nennenswert. Kwantum erlebt gerade unter Kölner/Düsseldorfer Bloggerin einen riesigen Hype. Dort gibt es wunderschöne Möbel und Interiorgegenstände zum kleinen Preis. Eine Mischung aus Westwing und Sostrene Grene – genau mein Ding. Die Kette ist in Holland weit verbreitet und solltet ihr nah an der Grenze wohnen, dann müsst ihr unbedingt einen Abstecher in eine Filiale machen!

De Bijenkorf

Das Luxuskaufhaus befindet sich in direkter Nähe zum Bahnhof und lädt zum Träumen ein. Neben den Luxusmarken wie Gucci, Tiffany&Co und Prada, hat das Kaufhaus auch eine riesige Kosmetikabteilung mit den bekanntesten High-End Marken…und vor allem Charlotte Tilburry! Ich hätte da wirklich Stunden bleiben und bei Diptyque und Jo Malone zuschlagen können. Hachja…

Marie Stella Maris

Unser Hotel hatte diese Kosmetiklinie und Sonja und ich waren von allem so begeistert, dass wir uns direkt im Store (das Unternehmen ist in Amsterdam ansässig) den Raumduft aus unserer Hotellobby gegönnt haben. Die Produkte sind nicht ganz günstig aber definitiv einzigartig und riechen sooooo gut.

Negen Straatjes

Die “neun Straßen” waren definitiv mein Lieblingsviertel in Amsterdam. An jeder Ecke findet man schöne Boutiquen, Vintagestores und kleine Cafés. Alles wunderhübsch und mit teilweise außergewöhnlichen Schmuckstücken. Man kann sich auch da einfach treiben lassen und von Boutique zu Boutique schlendern. Die Straßen liegen direkt in der Innenstadt und sind die Seitenstraßen von der Prinsengracht, Keizersgracht, Herengracht und Singel, die den Grachtengürtel bilden.

Sissy-Boy

In Amsterdam gibt es viele Boutiquen, die neben Kleidung auch Schmuck und Interior führen – was wirklich ein geniales Konzept ist. Sissy-Boy ist so eine Ladenkette. In dem Sissy-Boy im Magna Plaza ist sogar ein Café mit dabei? Also ich würde da ja direkt einziehen. Die Kleidung ist modisch und ein bisschen ausgefallen, die Interiorecke ein richtiger Traum. Ich war schon ein bisschen traurig, dass ich aktuell keine Interiorsachen gebrauchen kann…

What to see:

Ich muss glaube ich nicht erwähnen, dass ich ein absoluter Kulturfreak bin: Ich liebe Museen, Ausstellungen und Plätze, an denen man die Geschichte der Stadt besser kennenlernt. Sonja und ich wollten unbedingt das Anne Frank Haus besuchen, allerdings sind dort noch bis zum 1.6. Umbaumaßnahmen, weshalb man nur online mit viel Wartezeit Tickets bekommt. Dieses Mal hatten wir es leider nicht geschafft das Haus von Innen zu sehen, das steht aber ganz oben auf meiner Liste – am Besten, wenn die Umbauten dann fertig sind und man wieder ganz normal Tickets bekommt. Ansonsten ist das Van Gogh-Museum und das Rjiksmuseum empfehlenswert, die allerdings ziemlich hohe Eintrittspreise haben. 18€ finde ich selbst als Kunstgeschichtsstudent, der einige Museen auf der Welt gesehen hat, zieeeeemlich teuer. Es bietet sich in Amsterdam an, ein Fahrrad zu mieten und die Stadt so zu erkunden, ihr könnt natürlich auch eine Grachtenrundfahrt machen! Sonja und ich sind lieber zu Fuß durch die Stadt geschlendert und haben so auch seeehr viele schöne Ecken gesehen.

4 Kommentare

  1. März 20, 2018 / 5:30 am

    Liebe Jana,
    ach perfekt – ich bin im Mai in Amsterdam – dein Post kommt also gerade richtig für die Reisevorbereitung.
    Ganz lieben Dank für deine Tipps!
    Liebste Grüße von Martina

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  2. Sonja
    Mai 2, 2018 / 9:06 am

    Ich mag Amsterdam total. Ich war gestern erst dort und es wird nicht das letzte Mal sein 🙂 Ich liebe ja dein Titelbild zu diesem Post sehr und wollte es für mich auf meinem Desktop verwenden, leider nur mit der Schrift (was natürlich kein Vorwurf an dich ist). Gibt es vielleicht die Möglichkeit das du mir das Bild ohne Schrift schicken könntest? Ich liebe es einfach, weil es Amsterdam von der schönsten Seite zeigt, ich hatte gestern leider nicht so ein schönes Wetter für solche Fotos 🙁 Wäre total lieb von dir.

    Meine Mail wäre: sonja.cheyenne@gmx.de

    Vielen Dank für die Inspiration nach Amsterdam zu reisen, denn das gestern verdanke ich ganz dir! 🙂

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