Review: Das McBook – fast alles über McDonald’s

Wir kennen es alle, das große, gelbe M: McDonald’s ein Unternehmen der Superlative. Pro Sekunde werden weltweit 75 Burger verkauft, die Kundenzahl entspricht pro Tag etwa einem Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Wahnsinn, oder? Ich selbst bin mit der Juniortüte aufgewachsen und für mich und meine Brüder war ein Besuch bei McDonald’s immer ein Grund zur Freude. Als ich nach Köln gezogen bin und meine Stundenzeit anfing, gab es nach der Partynacht um 5h morgens nichts besseres, als einen Abstecher zu „Mäcki“ und ein, zwei Cheeseburgern – so konnte man immer dem bevorstehenden Kater entgegenwirken. Auch in meiner kleinen Heimatstadt hat McDonald’s eine tragende Rolle in der Gesellschaft: Nicht selten sitzen wir abends gemütlich mit den Mädels bei McCafé essen einen Keks und schlürfen einen Tee.

Bestsellerautorin Alexandra Reinwahrt durfte hinter die Kulissen schauen und räumt in ihrem Buch „Das McBook“ unter anderem mit den typischen Vorurteilen auf: Für McNuggets werden Küken geschreddert? Die Pommes bestehen aus Sägespänen? Woher kommt das Fleisch im BigMac? Auf all die Gerüchte findet Alexandra spannende Antworten und lässt auch die größten Kritiker verstummen. Auch ich bin in meinem Leben schon über etliche Vorurteile gestoßen und konnte mir nie wirklich erklären, wie die Leute auf so etwas kommen? Nehmen wir das krasseste Beispiel: Die Chicken McNuggets bestehen aus geschleuderten Küken. Nein, die Nuggets bestehen aus Hähnchenfleisch von Hühnern aus Bodenhaltung. Genau das Fleisch, das ihr auch beim Discounter um die Ecke kauft. Aber ja, wir leben in einer Welt, in der Küken geschreddert werden: Bei der Züchtung von Legehennen werden männliche Küken aussortiert und vergast oder geschreddert, weil sie schlichtweg nicht rentabel sind. Das ist wirklich schrecklich, hat mit McDonald’s aber ungefähr so viel zu tun: Nichts. Für jedes Frühstücksei und Hähnchenbrust (aus dem Supermarkt) wird ein flauschiges Küken als Nebenprodukt entsorgt. Also: Nachdenken, bevor wir urteilen.

Wusstet ihr, dass die Queen ihr eigenes McDonald’s hat? 2008 wurde dem Crown Estate Besitztümer der britischen Krone ein Einkaufszentrum am Rande von Windsor hinzugefügt. Der Kauf umfasste auch einen McDonald’s, der immer noch geöffnet ist. Die Queen ist also stolze Besitzerin eines McDonald’s Drive-In. Oder wusstet ihr, dass der McDonald’s am Stachus im München das umsatzstärkste Restaurant in Deutschland ist? Ich selbst war schon in dem McDonalds und der ist 1. unglaublich groß und 2. sind die Putzfrauen da so unfassbar freundlich, dass ich da immer wieder gerne hingehe, wenn ich in München bin. Ich meine, wer wird nicht gerne als „wunderschöne Prinzessin“ bezeichnet?!

Das McBook von Alexandra Reinwahrt ist unheimlich witzig geschrieben. Es wird viel hinterfragt, sodass der Leser einen Einblick in das Unternehmen bekommt und man das Gefühl hat, dass hier auch wirklich Aufklärung stattfindet. Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, weil ich es so interessant fand. Außerdem sind sehr viele lustige Animationen eingebunden, die einem noch mehr Spaß am Buch machen.

Kennt ihr das McBook? Wenn ja, wie findet ihr es? Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, der schon immer mal wissen wollte, wie es hinter den Kulissen des großen M’s aussieht. Beim nächsten Besuch bei McDonald’s könnt ihr dann eure Freunde mit dem Hintergrundwissen beeindrucken und den Vorurteilen entgegenwirken.

 

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